Algen im Teich durch Phosphat PO4

Gegen Algen im Teich sollte der Phosphatgehalt gesenkt werden

Leider ist es heutzutage nicht selten der Fall, dass das Wasser, egal ob aus der Leitung oder aus einem Brunnen, extrem viel Phosphat beinhaltet. Dabei handelt es sich um den PO4-Wert. Bei unseren Wassertests finden Sie den geeigneten Test dazu im Teichshop. Das Phosphat kann auch über Regenwasser in den Teich gelangen. Durch das Phosphat im Teichwasser können die Algen ganz enorm wachsen. Daher ist es unbedingt notwendig, dass man das Phosphat permanent bindet bzw. für die Algen unbrauchbar macht.

Der Teichfilter kann das Phosphat nicht aus dem Wasser entfernen. Eine mechanische Filterung ist dabei gar nicht möglich. Auch die Bakterien entfernen das Phosphat nicht. Man muss das Phosphat umwandeln, damit des die Algen nicht mehr als Nährstoff nutzen können. Dadurch "verhungern" die Algen sozusagen. Diese Möglichkeit machen wir uns mit den geeigneten Phosphatbindern zu nutze. Der Phosphatgehalt im Teichwasser wir in "mg/l" angegeben. Also in "Milligramm pro Liter Teichwasser".

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Wie kann ich Phosphat im Teich gegen Algen entfernen?

Die Antwort auf diese Frage lautet: gar nicht! Das Phosphat kann leider nicht aus dem Teichwasser mechanisch entfernt werden. Es lässt sich aber in ein Mineralsalz umwandeln bzw. binden. Somit ist es dann für die Algen nicht mehr nutzbar und diese sterben dann von selber ab. Das merken Sie bereits nach kurzer Zeit, durch den Einsatz von geeigneten Phosphatbindern. Wir emfehlen immer das Söll PhoslockAlgenstopp und das ZeoSpeed, da wir damit sehr gute Erfahrungen machen konnten. Durch Ausprobieren von anderen Präparaten, sind wir immer wieder auf diese Phosphatbinder von Söll zurückgekommen, da wir damit sehr gute Ergebnisse erreichen konnten. Durch das Binden des Phosphats entziehen Sie den Algen, egal ob Fadenalgen oder Schleimalgen, die Nährstoffe. Sie gehen somit systematisch vor.

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Daher sollte der PO4-Wert im Wasser ständig gemessen werden. Dass das Phosphat im Wasser ein Problem ist, haben auch die Waschmittelhersteller (leider zu spät) festgestellt, wodurch es mittlerweile fast nur noch phosphatfreie Mittel im Handel gibt. Das ist auch gut so. Selbst die Trinkwasserversorger haben mit dem Phosphat oftmals Probleme. Dabei ist es in bestimmten Regionen in Deutschland nicht selten, dass das Trinkwasser aus der Leitung, einen viel zu hohen Phosphatgehalt hat, welches dann zum Einspeisen in den Teich nicht mehr ideal nutzbar ist. Für den Menschen ist das Phosphat im Trinkwasser im Regelfall nicht schädlich, solange bestimmte Grenzwerte nicht überschritten werden. Auch Brunnenwasser kann ganz stark mit Phosphat belastet sein. Das ist dann der Fall, wenn es sich bei dem Brunnen um einen Grundwasserbrunnen handelt, der sich in der Nähe von landwirtschaftlichen Flächen befindet. Durch Düngemittel und Jauche kann das Phosphat direkt in das Grundwasser des Brunnens geraten. Daher raten wir Ihnen fast schon gebetsmühlenartig, auch das Einspeisewasser, egal ob aus der Leitung oder dem Brunnen, auf die unterschiedlichen Wasserwerte zu testen. Unter anderem auch auf den Phosphatgehalt. Die Sera Wassertest Box beinhaltet z.B. diesen Phosphattest bereits.

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Welcher Phosphatgehalt ist im Teich optimal?

Der optimale Phosphatgehalt im Teichwasser liegt bei 0,000 mg/l. Also gar kein Phosphat! Da das kaum möglich sein wird, gibt es einen Grenzwert, der sich bei weniger als 0,035 mg/l befindet. Wenn Ihr Wasser weniger Phosphat, als dieser Wert beinhaltet, haben Sie fast keine Probleme damit. Hierbei geht es um 3 Stellen hinter dem Komma. Das können wir aber mit den herkömmlichen Wassertests nur schwer so genau ermitteln. Daher können wir davon ausgehen, dass sich bei übermässigem Wachstum von Fadenalgen, selbst im glasklaren Teichwasser, zu viel Phosphat befindet. Wenn der Wassertest sowieso einen viel zu hohen Gehalt an PO4 anzeigt ist der Fall gleich ganz klar. Um die Fadenalgen im Teich zu verringern, sollte das Phosphat nun gebunden bzw. umgewandelt werden, um den Algenwuchs einzudämmen. Je mehr an Phosphatbinder wir dabei verwenden, desto besser ist die Wirkung und desto länger hält diese Wirkung auch an. Es bringt fast nichts, wenn man von Anfang an viel zu wenig an Phosphatbinder in den Teich gibt.

  • PO4-Wert von < 0,035 mg/l. Hierbei ist der Phosphatgehalt im Teich vollkommen normal. Aber Achtung: natürlich bleibt dieser Wert nicht von selber so niedrig. Durch Einspeisewasser und lange Regenfälle kann zusätzlich Phosphat in den Teich gelangen. Daher muss auch in diesem Fall der PO4-Gehalt ständig gemessen werden. Tragen Sie die Messwerte am Besten in unser Wassertestformular ein. Somit können Sie die Veränderung des Phosphatgehaltes auf längere Zeit beobachten und vergleichen.
  • Phosphatgehalt > 0,035 mg/l. In diesem Fall ist zu viel Phosphat im Teich. Wir müssen dieses entweder direkt im Teich mit Söll PhoslockAlgenstopp binden oder setzen das Söll ZeoSpeed direkt im Teichfilter ein. Warum direkt im Teichfilter, erklären wir weiter unten in dieser Anleitung. Wir hatten seit den letzten 12 Jahren schon so manchen Kunden, dessen Leitungswasser einen Phosphatgehalt von über 2,000 mg/l hatte. Dieses Wasser ist so dermassen Phosphatbelastet, dass es für Teiche eigentlich nicht mehr nutzbar ist. Das ist sehr schade, hilft aber nichts. Da ist es von Vorteil, wenn man eine andere Möglichkeit, wie einen Tiefbrunnen zur Verfügung hat, dessen Wasser z.B. sehr wenig Phosphat beinhaltet. Auch durch das absichtliche Einleiten von Regenwasser in den Teich, kann dieser mit zu viel PO4 überschwemmt werden.

 

Der Kreislauf von Phosphat im Teich und der Filteranlage mit UV

Wenn sich ein Teichbesitzer an uns wendet, um eine Teichfilteranlage zu erwerben, hat er in den meisten Fällen grünes Wasser und kann seine Fische nicht sehen. Das ist vollkommen normal, da es sich dabei um die Schwebalgen handelt, die das Wasser grün färben. Ärgerlich für den Teichbesitzer, da das natürlich nicht der Vorstellung eines sauberen Teiches entspricht. Der Teichfilter in Verbindung mit der UVC Lampe schafft hier Abhilfe. Die Filteranlage mit UV macht aber nicht nur das Wasser klar und sauber, sondern baut auch mit Hilfe der Filterstarterbakterien die Giftstoffe wie Nitrat, Nitrit, Ammoium und Ammoniak ab. Somit ist die Gefahr für die Fische im Teich beseitigt oder wird besser gesagt, kontrolliert niedrig gehalten. Soweit so gut.

Die Schwebealgen, die das grüne Wasser verursachen, enthalten aber Phosphat. Durch das Abtöten dieser kleinen Algen durch den UV Klärer, wird das Phosphat wieder freigesetzt und steht nun anderen Algenarten wie z.B. Fadenalgen oder Schleimalgen zur Verfügung. Das Phosphat läuft somit geradewegs durch den Teichfilter und gelangt am Rücklauf der Filteranlage wieder in den Teich zurück. Die Konzentration von Phosphat ist somit dort am höchsten. Das sieht man auch selber dadurch, dass sich vor allem am Rücklauf des Filters verstärkt Fadenalgen bilden können. Das dient auch als kleiner Beweis, dass das sich das genau so, wie hier beschrieben, verhält. Somit können auch bei einem glasklaren Teichwasser die Fadenalgen wachsen. Daher muss nun, das von den Schwebealgen freigesetzte Phosphat umgewandelt werden, damit die Fadenalgen kurz gehalten werden. Lassen Sie diese und andere Algenarten dadurch sozusagen "aushungern".

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Um das Phosphat zu binden, geben wir das Pflegemittel direkt in den Teich. In doppelter Menge dosiert, erreichen wir einen Pufferzeitraum, in dem auch nach mehreren Wochen noch Phosphat im Teichwasser umgewandelt wird und somit für die Algen unbrauchbar gemacht wird. Eine weitere Möglichkeit bietet uns das Söll ZeoSpeed. Dabei handelt es sich um ein Netzsäckchen mit Phosphatbinder angereichertem Zeolith. Diesen Sack legen wir einfach in die letzte Tonne des Teichfilters. Nun wird das Phosphat direkt in der Filteranlage, noch bevor es in den Teich zurückgelangen kann, gebunden. Nach einiger Zeit kann man dieses Zeolith wieder mit dem Pflegemittel Söll ZeoPower auffrischen. Der Phosphatbinder wäscht sich nämlich nach einiger Zeit aus. Sie sehen dann selber, wie die Fadenalgennester am Rücklauf der Filteranlage weniger werden und bei ausreichender Dosierung ganz verschwinden. Bei diesen Pflegemitteln handelt es sich aber nicht um harte Chemiekalien. Der Einsatz ist unbedenklich und Schäden durch eine Überdosierung sind im Regelfall nicht möglich. Zumindest bei den Produkten von Söll. Im Gegenteil. Je mehr man davon in den Teich gibt, desto länger kann die Phosphatbindung auch stattfinden. Halten Sie sich aber dabei immer an die Angaben des jeweiligen Herstellers.

Auch wenn man z.B. Mittel gegen Fadenalgen einsetzt, sollte das von den gerade zerstörten Fadenalgen austretende Phosphat, gleich danach gebunden bzw. umgewandelt werden. Sonst bringt nämlich der ganze Vorgang der Fadenalgenvernichtung nichts, da sich durch das, von den Algen freigesetzte Phosphat, wieder neue Algen bilden können.

Sie sehen nun, dass das Thema "Phosphat im Teichwasser" recht komplex ist. Aber mit der richtigen Vorgehensweise sollte dieses Thema kein Problem mehr darstellen. Fakt ist, dass das Phosphat weg muss. Denn sonst werden Sie diesbezüglich keine Ruhe finden. Ein Teichfilter, auch wenn er noch so gross und gut wäre, kann kein Phosphat aus dem Teichwasser entfernen. Durch den Entzug der Nährstoffe für die Algen gehen Sie sozusagen systematisch vor und packen das Übel an der Wurzel. Das Feld wird dabei von hinten aufgeräumt. Und nun geht es auch schon weiter mit der Info zum nächsten Wasserwert.

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