Was ist die Gesamthärte GH im Teichwasser?

Durch eine hohe Gesamthärte wird das Teichwasser pflegeleicht

Wie wir bereits im Kapitel der Karbonathärte (KH) erfahren haben, ist diese ein Teil der Gesamthärte (GH). Die Gesamthärte wird ebenfalls mit °dH bezeichnet, was so viel wie "Grad deutscher Härte" bedeutet. Halten Sie die Gesamthärte im Garten- und Koiteich ebenfalls bei ca. 8-10 °dH, um den pH-Wert zu stabilisieren. Da auch dieser Wasserwert am Teich sehr wichtig ist, ist er bei den meisten, gut sortierten Wassertestsets bereits mit enthalten.

Da die Wasserwerte wie GH und KH getrennt voneinander behandelt werden müssen, kann es durchaus vorkommen, dass zwar die Gesamthärte in Ordnung ist, aber die Karbonathärte viel zu gering. Hierbei spielen Magnesium und Calcium eine wesentliche Rolle. Darauf wollen wir hier aber nicht ins Detail eingehen, da es den Rahmen wohl sprengen würde und nur noch für Verwirrung sorgt.

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Wie kann ich die Gesamthärte (GH) im Teich anheben?

Sollten Sie vor allem sehr weiches Wasser im Teich haben, weil es Ihr Einspeisewasser nicht anders zulässt, muss der GH-Wert angehoben werden, sollte er zu niedrig sein. Dazu eignet sich das Söll GH-Plus ganz ausgezeichnet. In diesem Pflegemittel sind die Mineralien enthalten, die das Teichwasser für einen anständigen Härtegrad benötigt.

Aber auch mit Söll Teichfit können Sie die Härte des Wassers wieder richtig einstellen, was einen stabilen pH-Wert zur Folge hat. Die Gesamthärte ist zwar nicht ganz so wichtig wie die Karbonathärte, sollte aber trotzdem nicht aus den Augen verloren werden. Messen Sie daher immer regelmässig beide Werte. Also KH und GH gemeinsam.

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Kann man den GH-Wert im Teichwasser senken?

So wie im Kapitel der Karbonathärte bereits beschrieben, ist es mit einem zu hohen Gesamthärtegrad ähnlich. Das Wasser ist sehr kalkhaltig und kann die Teichpumpen sowie UVC-Quarzgläser beschädigen. Der Kalk an diesen Teichgeräten kann aber mit Söll Pumpen- und UVC Pflege leicht wieder entfernt werden. Das machen wir immer über die Wintermonate. Wenn die Härte des Wassers im Teich also zu hoch ist, sollten Sie einen Wasserwechsel mit weichem Wasser durchführen. Keinen kompletten Austausch, sondern nur so viel wie nötig ist, damit der GH-Wert wieder zwischen 8-10 °dH liegt. Lieber etwas zu hoch als zu gering. Die Härte wird durch Regenfälle mit der Zeit von selber kleiner. Daher sollten Sie immer genug Härte im Teichwasser haben, um eine Pufferwirkung zu erzeugen. Aber auch durch den Einsatz einer UV-C Teichlampe können Sie die Härte des Wassers auf längere Zeit reduzieren. Die Lampe macht das Wasser weich. Daher sollte die UV-Leistung auch nicht zu hoch sein. Richten Sie sich dabei am Besten nach unserer Anleitung zur optimalen UVC-Leistung am Teichfilter.

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Welchen GH-Wert sollte mein Teich haben?

  • < 5 °dH Gesamthärte (GH). Das Teichwasser ist hier zu weich. Messen Sie den KH-Wert aber zusätzlich noch separat nach. In diesem Fall können Sie das Söll GH-Plus zur optimalen Teichpflege einsetzen. Die Härte wird sofort angehoben und nicht erst nach ein paar Tagen. Somit können Sie schnellstmöglich reagieren. Wenn Sie Regenwasser absichtlich in den Teich einleiten, sollten Sie das in Zukunft unterlassen, da Sie sonst gleich kein Aufhärten des Teichwassers vorzunehmen brauchen. Sie weichen es dadurch schliesslich wieder auf.
  • 8-10 °dH GH-Wert. Dieser Wert der Gesamthärte ist hier optimal. Der pH-Wert ist stabil. Vorausgesetzt, die Karbonathärte ist ebenfalls in diesem Härtebereich. Daher immer beide Werte messen. Sie können leider nicht davon ausgehen, dass wenn der KH-Wert in Ordnung ist, auch der KH-Wert automatisch stimmt. So ist es leider nicht.
  • > 18 °dH gesamte Härte (GH). Dieser Wert ist etwas zu hoch und sollte gesenkt werden. Die Teichpumpe und das Quarzglas des UV Klärers können verkalken. Mitunter kann bei so einer grossen Härte auch der pH-Wert ansteigen. Sollten Sie tatsächlich das Glück eines sehr harten Teichwassers, wie in diesem Fall haben, hilft ein Wasserwechsel weiter. Vorausgesetzt Sie haben weiches Wasser zur Verfügung. Das Einleiten von Regenwasser kann hier ebenfalls Abhilfe schaffen. Sie führen dann zwar viele Nährstoffe dem Teichwasser hinzu, sollten aber durch den Einsatz des richtigen Teichfilters dadurch keine grossen Probleme bekommen. Sie leiten das Regenwasser ja nur einmal in den Teich ein um das harte Wasser etwas zu verdünnen. Der Einsatz einer UVC Lampe senkt die Gesamthärte ebenfalls auf längere Zeiträume.

 

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Wenn Sie hartes Wasser im Teich haben, haben Sie das grosse Los gezogen. Sie brauchen die Gesamthärte dann nur ab und zu etwas senken. Das geht durch den Einsatz von weichem Wasser sehr gut. Ist Ihr Wasser aus dem Brunnen oder der Wasserleitung aber zu weich, müssen Sie zu Pflegemitteln wie z.B. Söll GH-Plus oder Teichfit greifen. Nur so können Sie dem Wasser die nötigen Mineralien zuführen, um einen stabilen pH-Wert zu erreichen. Nun sehen Sie selber, wie wichtig es ist, auch das Einspeisewasser vorher mit den Wassertests zu messen. Und weiter geht es mit dem nächsten Kapitel zu den richtigen Wasserwerten im Garten- und Koiteich.

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