Ist Ammonium NH4 im Teich für Fische gefährlich?

Das Ammonium im Teichwasser kann sich zu Ammoniak umwandeln

Wenn der Gehalt an Ammonium (NH4) in Ihrem Teich zu hoch ist, sollten die Alarmglocken läuten. Als reines Ammonium ist es für die Fische noch nicht so gefährlich, sondern erst dann, wenn es sich zu Ammoniak umwandelt. Denn durch zu viel Ammoniak im Teichwasser vergiften die Teichfische sehr schnell. Auch diese Stoffe im scheinbar klaren und sauberen Teichwasser sind sehr trügerisch, da sie unsichtbar sind. Daher sollten Sie den NH4-Wert des Wassers im Garten- und Koiteich regelmässig messen. Dazu finden Sie wieder die geeigneten Wassertests bei uns im Shop. Tragen Sie die gemessenen Wasserwerte doch einfach bequem in unser Wassertestformular ein. Somit können Sie die Veränderungen der Wasserwerte das ganze Jahr über rückwirkend auswerten.

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Wie entsteht Ammonium NH4 im Teich?

Durch den Abbau von Proteinen wird das Ammonium im Teichwasser erzeugt. Die Fische und auch andere Teichlebewesen geben das Ammonium über die Kiemen in das Wasser ab. Wenn der Fischbesatz nun zu hoch ist, kann sehr viel Ammonium an das Wasser abgegeben werden. Die Teichbakterien erzeugen ebenfalls Ammonium, wenn diese die abgestorbenen Pflanzenreste und Laub im Teichwasser zersetzen. Daher sollten Sie auch darauf achten, diese Pflanzenreste usw. aus dem Teich zu entfernen. Dazu eignet sich der Söll Teichschlammentferner sehr gut. Aber auch ein Kescher leistet hier gute Dienste. Der Fischbesatz sollte ebenfalls in einem gesunden Verhältnis gehalten werden. Nutzen Sie auch einen guten Teichfilter, z.B. aus Regentonnen, damit dieser den Ammoniumgehalt sehr niedrig halten kann.

Wenn Sie einen Teich mit einer perfekten, biologischen Selbstreinigung besitzen, geschieht hierbei folgendes:

Unter Sauerstoffverbrauch wandeln Bakterien das Ammonium zuerst zu Nitrit und dann zu Nitrat um. Dieser Vorgang wird auch Nitrifikation genannt. Das ist bei gesunden Teichen der Fall. Diesen Vorgang bewerkstelligen auch unsere Filterbakterien.

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Wann wird das Ammonium im Teich für die Fische gefährlich?

Wenn Sie viel Ammonium im Teichwasser haben und der pH-Wert übermässig hoch ist, kann daraus Ammoniak gebildet werden. Das vorher noch sehr harmlose Ammonium ist somit als giftiger Ammoniak im Teich vorhanden. Es droht ein Fischsterben. Daher sollten Sie bei einem zu hohen Gehalt an Ammonium NH4 zuerst den pH-Wert senken und dann für den Abbau von Ammonium durch die Zugabe von Bakterien sorgen. Auch Aktivkohle, Söll Teichfit und SauerstoffAktiv leisten uns hier perfekte Ergebnisse.

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Was sind die Grenzwerte von Ammonium (NH4) für Garten- und Koiteich?

Der Gehalt an Ammonium wird in mg/l angegeben. Wir haben hierbei einige Grenzwerte ermittelt, an die Sie sich mit Ihren regelmässigen Wassertests auch halten können.

  • Ammonium < 0,5 mg/l Teichwasser. Dieser Wert ist für Koi- und Gartenteiche vollkommen in Ordnung. Es besteht keine akute Gefahr für die Fische. Behalten Sie den NH4-Wert aber trotz dessen immer im Auge. Es wäre schlimm, sich hierbei dauerhaft in Sicherheit zu wiegen. In diesem Fall arbeiten Ihre Bakterien im Teich und Filter aber tadellos.
  • Gehalt an Ammonium mit 0,5 - 1,5 mg/l Wasser. Da dieser Wasserwert leicht erhöht ist, sollten Sie nun sinnvolle Massnahmen ergreifen, um den Gehalt an Ammonium im Teichwasser zu senken. Dabei kann man das Söll ZeoSpeed nutzen, indem man es direkt im Teich einsetzt. Sie sollten vor allem ermitteln, woher der erhöhte Wert kommt. Befinden sich evtl. zu viele Fische im Teich auf zu kleinem Raum? Oder ist der Teichfilter vielleicht zu klein? Wahrscheinlich haben Sie auch keine Filter- und Teichbakterien in den Teich gegeben. Womöglich sind auch zu viele organische Stoffe wie alte Pflanzenreste und Laub im Teich, welche entfernt werden sollten. Der Söll Teichschlammentferner macht dies auf sehr schonende Art und Weise.
  • Ammoniumgehalt (NH4-Wert) > 1,5 mg/l Wasser. Sollte Ihr Gehalt an Ammonium im Teich über diesem Wert liegen ist er viel zu hoch. Wenn nun der pH-Wert im Hochsommer über Nacht ansteigt, haben Sie auf einmal Ammoniak im Teich, welcher die Fische sehr schnell vergiftet. Es droht ein Fischsterben. Handeln Sie sofort mit den geeigneten Massnahmen. Ein Teichwasserwechsel ist sinnvoll. Stellen Sie den pH-Wert mit Söll Teichfit oder pH-Minus ein. Sorgen Sie für ausreichend Karbonathärte mit Söll Teichfit und GH-Plus, damit sich der pH-Wert wieder stabilisieren kann. Installieren Sie sich einen Teichfilter, der auch effektiv ist und keinen 20l Eimer als Spielzeug! Geben Sie zusätzlich Teichbakterien wie Söll Biobooster in den Teich mit ein, da Ihr Garten- und Koiteich in so einem Fall anscheinend eine ungenügende, biologische Selbstreinigungskraft besitzt.

 

Um dauerhafte Schäden bei den Fischen zu vermeiden, sollten Sie bei einer, durch zu viel Ammonium, umgewandelt in Ammoniak hervorgerufenen Vergiftung, die Teichfische mit Söll FischMineral entgiften. Ansonsten können die Fische, sollten diese überhaupt überlebt haben, schlimme Schäden an den inneren Organen und Kiemen erleiden. Eine Entgiftung der Koi und den anderen Teichfischen führen wir übrigens immer durch, wenn wir alle 5 Jahre eine komplette Reinigung des Teiches durchführen. Durch das Abpumpen des Teichwassers werden Schadstoffe aufgewühlt, welche die Fische dann beim Umsetzen aufnehmen können. Daher immer die Fische sicherheitshalber, nach dem Umsetzen mit Söll FischMineral behandeln. Sie wissen nun, wann das Ammonium im Teich für die Fische gefährlich, schädlich und tödlich ist. Nämlich dann, wenn es durch einen zu hohen pH-Wert zu Ammoniak umgewandelt wurde. Sie wissen auch wie Sie den Gehalt an Ammonium senken können und wodurch das NH4 überhaupt entsteht.

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